Liebe Anklamerinnen und Anklamer,

aus gegebenem Anlass möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mich nach meiner planmäßigen Rückkehr aus dem Urlaub mit meiner Frau von der kanarischen Ferieninsel Gran Canaria (Spanien), zu Folgendem entschlossen habe: Aus Rücksicht und als vorbeugende Maßnahme gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus der Hansestadt Anklam und zur Vermeidung von anderen direkten Kontakten mit Mitmenschen, freiwillig die kommenden 14 Tage bis einschließlich 31. März 2020 im „Homeoffice“ in unserem Haus in Bömitz zu bleiben. Ausnahmen wären, wenn noch gravierendere Maßnahmen im Rahmen der Bekämpfung der Pandemie mit dem Corona-Virus stattfinden, die dann meine Anwesenheit zwingend erfordern.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, meine Frau und ich sind nicht von behördlicher Seite unter Quarantäne gestellt oder gar isoliert. Wir können uns damit rein theoretisch frei bewegen, soweit dies derzeit überhaupt noch möglich ist. Wir können und müssen vielleicht auch mal einkaufen gehen und wir dürfen uns außerhalb unseres Grundstückes aufhalten, z. B. um einen Spaziergang zu machen. Auch soziale Kontakte sind möglich. Wir werden dabei die Hinweise des Robert-Koch-Instituts (RKI) sehr ernst nehmen. Diese Hinweise sollten wir alle übrigens sehr ernst nehmen!

Persönliche Begegnungen sollten dabei mit mindestens 1,5 m Abstand erfolgen und überhaupt sollten die Kontakte in unserem gesamten sozialen Umfeld möglichst im Freien oder kontaktlos (Telefon, E-Mail, Messenger oder Videochat) erfolgen.

Der im Rathaus der Hansestadt Anklam gebildete Krisenstab unter der Leitung meiner ersten Stellvertreterin Frau Beatrix Wittmann-Stifft arbeitet seit dieser Woche intensiv daran, alle notwendigen Maßnahmen umzusetzen und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Hansestadt über die extra eingerichteten Bürgertelefone jederzeit mit Rat und Hilfe zur Verfügung zu stehen. Ich stehe – und dies auch schon als ich noch auf Gran Canaria war – im engen Austausch mit der Leitung des Krisenstabs mit allen zur Verfügung stehenden technischen Mitteln, via Telefon, Messenger und häufigen E-Mails.

Zuletzt fand gestern Nachmittag (19. März) eine Sitzung des Hauptausschusses im Sitzungssaal des Gotischen Giebelhauses statt, an der ich im Rahmen einer Videokonferenz via Videoübertragung teilgenommen habe. Ein wenig wird und muss ja auch der Alltag weitergehen für den Zeitraum nach der Corona-Krise. Diese werden wir nur gemeinsam gut überstehen, wenn wir jetzt alle besonnen und klug handeln und die behördlich vorgeschriebenen Maßnahmen akzeptieren, annehmen und in unserem täglichen Leben sofort umsetzen. Hierzu fordere ich Sie alle auf! Wir werden aber auch alles unternehmen, um denen die glauben sie könnten derzeit so weiter machen wie immer, energisch und ggf. auch ordnungsrechtlich Einhalt zu gebieten.

Persönlich danke ich dem Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald, dass meine persönlichen Fragen nach der Rückkehr aus meinem Urlaub sehr schnell beantwortet hat.

Sollten Sie direkt Fragen an mich haben, so zögern Sie nicht mir direkt per Mail zu schreiben an m.galander@anklam.de.  Entweder antworte ich Ihnen direkt oder ich leite Ihre Anfrage an das Krisenstabsteam weiter. Wir alle, meine sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung der Hansestadt Anklam, die Stadtvertretung und ich, stehen Ihnen in dieser Krise zur Seite. Darauf können Sie sich verlassen!

Ihr Bürgermeister der Hansestadt Anklam,
Michael Galander